Kaliumcyanid kaufen | Hochreine Forschungschemikalie für anspruchsvolle analytische Anwendungen
Kaliumcyanid kaufen, chemisch bezeichnet als Kaliumcyanid (KCN), ist ein hochreaktives anorganisches Salz mit der Summenformel KCN und einer molekularen Masse von 65,12 g/mol. Die Verbindung liegt als weißes, kristallines Pulver vor und ist aufgrund seiner ausgezeichneten Wasserlöslichkeit und hohen nucleophilen Reaktivität ein vielseitiges Reagenz in der präparativen Chemie und analytischen Methodik. Kaliumcyanid Kaufen
Die historische Bedeutung von Kaliumcyanid reicht bis in das späte 19. Jahrhundert zurück, als es zunächst in der galvanischen Industrie und später als Standardreagenz in der analytischen Chemie etabliert wurde. In der gegenwärtigen Forschung wird Kaliumcyanid primär in folgenden Bereichen eingesetzt: als Nucleophil in der organischen Synthese (insbesondere für Cyanohydrin-Bildungen und Kolbe-Nitrilsynthesen), als komplexometrisches Titrationsmittel in der quantitativen Metallanalyse, als Referenzsubstanz für cyanidspezifische Detektionsmethoden und als Inhibitor in enzymkinetischen Studien zur Charakterisierung metallhaltiger Enzyme.
Die einzigartige Kombination aus hoher Nucleophilie und der Fähigkeit zur Komplexbildung mit Übergangsmetallen macht Kaliumcyanid zu einem essenziellen Werkzeug für die metallorganische Chemie und die Koordinationschemie. Kaliumcyanid Kaufen
Chemische Charakteristika
Reaktivitätsprofil
Kaliumcyanid zeigt eine ausgeprägte nucleophile Reaktivität, die auf der hohen Elektronendichte des Cyanid-Ions (CN⁻) basiert. Diese Eigenschaft ermöglicht:
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Cyanohydrin-Bildung: Addition an Carbonylverbindungen unter Bildung von Cyanohydrinen
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Kolbe-Nitrilsynthese: Nucleophile Substitution an Alkylhalogeniden zu Nitrilen
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Metallkomplexierung: Bildung stabiler Cyanokomplexe mit Übergangsmetallen (z.B. [Fe(CN)₆]⁴⁻)
Pharmakologische Relevanz
Als potenter Inhibitor der Cytochrom-c-Oxidase (Komplex IV der mitochondrialen Atmungskette) findet Kaliumcyanid Anwendung in:
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Enzymkinetischen Studien: Charakterisierung der mitochondrialen Atmungskette
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Zellbiologischen Untersuchungen: Induktion von Hypoxie-Modellen in vitro
Forschungsspezifische Applikationen
Präparative Chemie
Die hohe Nucleophilie des Cyanid-Ions macht Kaliumcyanid zu einem Schlüsselreagenz für die Synthese von Nitrilen, Cyanohydrinen und α-Aminonitrilen als Vorstufen für Aminosäuren, Carbonsäuren und pharmazeutisch relevante Zwischenprodukte.
Analytische Methodik
Die charakteristischen Reaktionen des Cyanid-Ions mit Metallen ermöglichen:
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Komplexometrische Titrationen: Quantitative Bestimmung von Metallionen (Ag⁺, Ni²⁺, Co²⁺, etc.)
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Referenzsubstanz: Kalibrierung cyanidspezifischer Detektionsmethoden
Biochemische Forschung
Die spezifische Hemmung des Cytochrom-c-Oxidase-Komplexes macht Kaliumcyanid zu einem zentralen Werkzeug für:
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Atmungskettenstudien: Charakterisierung der mitochondrialen Elektronentransportkette
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Hypoxie-Induktion: Simulation von Sauerstoffmangel-Zuständen in Zellkulturmodellen
Produktspezifikationen und physikochemische Daten
Chemische Identität
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IUPAC-Bezeichnung: Kaliumcyanid
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Synonyme: Cyankalium, KCN, Zyankali
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CAS-Registriernummer: 151-50-8
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Summenformel: KCN
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Relative Molekülmasse: 65,12 g/mol
Physikochemische Eigenschaften
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Reinheitsspektrum: ≥99% (Titration)
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Erscheinungsbild: Weißes bis farbloses, kristallines Pulver
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Schmelzpunkt: 634 °C
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Siedepunkt: Zersetzung bei Erhitzung
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Löslichkeitsprofil: Exzellent wasserlöslich, löslich in Methanol und Ethanol
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Dichte: 1,52 g/cm³ bei 20 °C
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pH-Wert: 11,0 (0,1 M Lösung)
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Lagerungsempfehlung: Kühl, trocken, luftdicht, lichtgeschützt, unter Inertgas empfohlen
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Stabilitätsprofil: Bei sachgemäßer Lagerung über 24 Monate stabil; reagiert mit CO₂ und Feuchtigkeit
Validierte Forschungsbereiche
Metallorganische Chemie
Die ausgezeichnete Komplexierungsfähigkeit macht Kaliumcyanid zu einem unverzichtbaren Reagenz für die Synthese und Charakterisierung von Übergangsmetall-Cyanokomplexen.
Metabolomik
Als Referenzsubstanz für cyanidspezifische Detektionsmethoden dient Kaliumcyanid der Validierung von Analysemethoden in der Umweltanalytik und Toxikologie.
Enzymkinetik
Die spezifische Hemmung metallhaltiger Enzyme ermöglicht die Charakterisierung von Enzymmechanismen und die Identifikation katalytisch relevanter Metallzentren.
Sicherheitsrichtlinien und Lagerbedingungen
Kaliumcyanid ist eine extrem toxische Substanz und erfordert höchste Sicherheitsstandards. Die Handhabung hat ausschließlich unter wirksamer Abzugstechnik mit persönlicher Schutzausrüstung (Butylhandschuhe, Laborkittel, Schutzbrille, Gesichtsschutz) zu erfolgen. Kontakt mit Säuren ist strikt zu vermeiden, da dies zur Freisetzung von hochgiftigem Cyanwasserstoff (Blausäure) führt.
Die Lagerung hat in der Originalverpackung unter kontrollierten Bedingungen (kühl, trocken, lichtgeschützt) in einem separaten, abgeschlossenen Bereich mit entsprechender Kennzeichnung zu erfolgen. Die Entsorgung ist ausschließlich über zertifizierte Sonderabfallentsorger gestattet.







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